Herausforderung: Over-engineered MACH-Stacks
Einige B2B-Unternehmen neigen dazu, hochgradig fragmentierte Microservice-Architekturen mit Hunderten einzelner Services und zahlreichen Abhängigkeiten aufzubauen. Das erhöht die Komplexität in Betrieb, Testing und Weiterentwicklung – und kann Teams eher ausbremsen als beschleunigen.
- Lösung: Mit Packaged Business Capabilities (PBCs) starten
Ein praxistauglicher Ansatz ist die Fokussierung auf Packaged Business Capabilities (PBCs) – also geschäftsorientierte Funktionsbausteine wie Commerce Management, Product Information Management oder Order Management.
Diese bieten eine ausgewogene Granularität: Sie ermöglichen Flexibilität und Austauschbarkeit, ohne unnötige technische Komplexität zu erzeugen. So entsteht eine Architektur, die die Vorteile von Composable Commerce nutzt und gleichzeitig beherrschbar bleibt – die sprichwörtliche „Goldilocks-Zone“.
Herausforderung: Integrationskomplexität und Datenkonsistenz
Die Anbindung von ERP-, CRM-, PIM-, CPQ-, Such-, Marketing-Automatisierungs- und Logistiksystemen ist komplex. Gleichzeitig werden Dateninkonsistenzen – etwa bei Preisen, Verfügbarkeiten oder Bestellstatus – für Kunden schnell sichtbar und beeinträchtigen das Nutzungserlebnis.
- Lösung: Verwendung einer dedizierten Integrationsschicht
Eine zentrale Integrationsschicht, etwa in Form eines Low-Code-Integrationshubs, vereinfacht die Orchestrierung deutlich. Standardisierte APIs und ereignisgesteuerte Konnektoren sorgen für konsistente Datenflüsse und entkoppeln Systeme voneinander. Der Intershop Integration Hub fungiert dabei als verbindende Schicht zwischen Composable Services und Backend-Systemen. Er ermöglicht eine stabile Integration bei gleichzeitiger Flexibilität – und schafft die Grundlage für konsistente, zuverlässige Prozesse im B2B-Commerce.
Herausforderung: Fähigkeiten und organisatorische Reife
Composable Commerce erfordert produktorientierte Teams, ausgeprägte API-Kompetenz und klare Verantwortlichkeiten für einzelne Funktionen. Viele B2B-Unternehmen arbeiten jedoch noch in projektgetriebenen IT-Strukturen und verfügen nicht über die organisatorischen Voraussetzungen, um einen modularen Stack effizient zu betreiben.
- Lösung: Funktionsübergreifende Produktteams und moderne DevOps-Praktiken
Erfolgreiche Composable-Commerce-Initiativen setzen auf interdisziplinäre Teams, die Business-, IT-, UX- und Datenkompetenzen vereinen und Verantwortung für klar definierte Funktionen oder Customer Journeys übernehmen. Schrittweise Rollouts, klar definierte SLAs für einzelne Komponenten sowie etablierte DevOps-Praktiken tragen dazu bei, Risiken zu minimieren und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Systemlandschaft sicherzustellen.
Herausforderung: Komplexität der internationalen Einführung
Globale B2B-Unternehmen müssen unterschiedliche Sprachen, Währungen, Steuersysteme, Katalogvarianten und Vertriebskanäle unterstützen. Klassische Plattformen stoßen hier schnell an Grenzen und erfordern oft umfangreiche Individualentwicklungen sowie hohen Wartungsaufwand.
- Lösung: Globale Kernservices mit lokalen Erweiterungen kombinieren
Composable Commerce ermöglicht die Standardisierung zentraler Funktionen wie Preisgestaltung, Katalog oder Auftragsmanagement auf globaler Ebene. Gleichzeitig lassen sich lokale Anforderungen – etwa Zahlungsanbieter, Steuerdienste, CMS oder Content-Quellen – flexibel pro Region integrieren. Dieses Zusammenspiel aus globaler Konsistenz und lokaler Anpassungsfähigkeit bildet eine zentrale Grundlage für erfolgreichen internationalen B2B-Commerce und wird auch in den Architekturleitlinien von Intershop hervorgehoben.
Herausforderung: Gesamtbetriebskosten und Anbieterflut
Ohne klare Strategie kann ein Composable-Stack zu einer Vielzahl überschneidender Anbieter, steigender Abonnementkosten und komplexer Vertragsstrukturen führen.
- Lösung: Standardisierung auf einer modularen Commerce-Plattform
Eine modulare B2B-Commerce-Plattform wie Intershop kann als stabiler Kern dienen. Ihre Packaged Business Capabilities (PBCs) und Integrationsfunktionen schaffen eine verlässliche Basis, auf der gezielt ergänzende Services integriert werden können. So lassen sich Best-of-Breed-Komponenten dort einsetzen, wo sie echten Mehrwert bieten, während Governance, Komplexität und Gesamtbetriebskosten kontrollierbar bleiben.
Mit Intershop gelingt der Einstieg in Composable Commerce ohne überladene Architekturen. Die modulare, API-first und headless Plattform bietet die nötige Flexibilität für B2B-Anforderungen und ist in Analystenberichten für ihre Eignung in B2B-Szenarien anerkannt.