Forschungsprojekt: Wie Kundenportale für höheren Umsatz und neue Geschäftsmodelle sorgen

  • Projekt untersucht Methodik für schnellere Co-Entwicklungsprozesse von Hardware, Software und Geschäftsmodellentwicklung
  • Potential der „Smart Services“ im Fokus
  • Kooperation mit Universitäten Leipzig, Erlangen und Nürnberg
  • Intershop übernimmt Ergebnisse für seine Kunden

Jena, 1. Oktober 2020 – Längst werden online nicht nur Produkte verkauft, sondern zunehmend auch Dienstleistungen. Denn zunehmend erlaubt die Sensorik von Maschinen weitere Angebote, sogenannte Smart Services. Hierbei generieren Geräte zusätzliches Umsatzpotential in Form von Daten. Wie solche Daten für den digitalen Vertrieb und neue Geschäftsfelder ermittelt, aufbereitet und genutzt werden können, ist jetzt Teil des Forschungsprojektes „Smart HaPSSS“, an dem sich Intershop zusammen mit den Universitäten Leipzig, Erlangen und Nürnberg beteiligt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Intershop realisiert die Pilotierung von Ergebnissen für den digitalen Vertrieb.

Viele Hersteller ergänzen ihr Produktportfolio durch umfangreiche Serviceangebote und setzen dabei auf digitale Kundenportale. Dort finden Nutzer entsprechend ihres Bedarfs umfassende Produktinformationen, können Einsicht in frühere Aufträge und deren Bestellstatus sehen und haben die Möglichkeit, einfach nachzubestellen. Dafür werden heute Informationen aus CRM,- E-Commerce- und Warenwirtschaftssystemen genutzt. Wachsende Bedeutung bekommen in diesem Zusammenspiel Anwendungen aus dem IoT-Umfeld, da sie Daten generieren, auf deren Basis Unternehmen weitere Mehrwerte entwickeln können. Dazu zählen detaillierte Produktinformationen zu Bauteilen und deren Zustand, Warnung bei Abnutzung von Verschleißteilen und gegebenenfalls die Auslösung einer Nachbestellung, entsprechende Terminbuchungen für Wartungsspezialisten oder vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). So gewinnen Hersteller wichtige Informationen für ihre zukünftige Produktentwicklung. Solche Daten erlauben jedoch nicht nur Rückschlüsse, sondern zunehmend auch Prognosen für das erwartete Kaufverhalten der Nutzer. Entsprechend lassen sich die Angebote und Empfehlungen genauer personalisieren. Was so zu engerer Kundenbindung und höheren Umsätzen beiträgt, kann auch die Entwicklung ganz neuer Geschäftsfelder befeuern.

Das nun gestartete Forschungsprojekt „Smart HaPSSS“ untersucht, wie solche Entwicklungsprozesse im Zusammenspiel von Hardware, Software und Geschäftsmodellentwicklung möglichst effizient und miteinander harmonisiert umgesetzt werden. Es zielt einerseits darauf ab, Handreichungen zu entwickeln, um solche Prozesse insgesamt zu beschleunigen. Andererseits geht es um konkrete Anwendungen im Bereich der IoT- und Artificial Intelligence (AI).  

Dazu kommentiert CEO Dr. Jochen Wiechen: „Wir sehen täglich, dass digitale Kundenportale nicht nur für den digitalen Vertrieb an Bedeutung gewinnen. Zugleich können sie als wichtige Schnittstelle für Digitalstrategien dienen. So etablieren sie sich sowohl als Umsatzträger als auch als Keimzelle weiterer innovativer Geschäftsmodelle. Wir freuen uns darauf, Forschungsergebnisse im Kontext des digitalen Vertriebs zu pilotieren. Zudem werden wir Intershop-Kunden Ergebnisse im Rahmen des CaaS-Angebots zur Verfügung stellen.“

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