Replatforming im
E-Commerce: der ultimative Guide für B2B-Entscheider

Durch die Umstellung auf eine neue, leistungsfähige E-Commerce-Plattform erfüllen Sie die steigenden B2B-Kundanforderungen und schaffen optimale Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Erfahren Sie, worauf es beim Replatforming ankommt und welche Strategien zum Erfolg führen!

Replatforming im E-Commerce der ultimative Guide für B2B

Was ist E-Commerce Replatforming?

Unternehmen, die im E-Commerce tätig sind, kommen früher oder später an die Grenzen ihrer altbewährten E-Commerce-Plattform. Im schlimmsten Fall warten Sie mit der Evaluation einer neuen Commerce-Lösung, bis die eigenen Kunden anfangen, sich über die Bedienung oder den Funktionsumfang der alten Website zu beschweren. Doch wie viele Kunden sind schon längst zum Wettbewerb gewechselt, ohne Feedback zu geben?

E-Commerce Replatforming bedeutet, die Technologie, mit der Online-Shops betrieben werden, auszutauschen. Im typischen Fall handelt es sich hierbei um sogenannte „Legacy-Systeme“, also Altsysteme, die vor Jahren vom IT-Team selbst entwickelt wurden und auf eigenen Servern on-premises gehostet und betrieben werden. Diese Technologien haben lange Zeit die wichtigsten Bedürfnisse erfüllt, können aber mit modernen Anforderungen nur noch schwer mithalten – Weiterentwicklungen, Sicherheitsupdates und Integrationen sind kostspielig.

Wie läuft ein Replatforming-Projekt ab?

  • In einem Replatforming-Projekt werden zunächst funktionale und nichtfunktionale Anforderungen an den neuen Online-Shop definiert und dann Anbieter verglichen, die diese möglichst effizient und für eine lange Zeit erfüllen können.
  • Wenn die perfekte E-Commerce-Plattform gefunden ist, kann der neue Online-Shop gebaut, getestet und mit Pilotkunden gestartet werden. Die ersten Umsätze können bereits 100 Tage nach dem Projektstart erzielt werden.
  • In dieser Phase ist Kundenfeedback von entscheidender Bedeutung. Das gesammelte Feedback dient dazu, den Prototypen weiter zu verbessern.
  • Im nächsten Schritt werden nach und nach weitere Kundensegmente auf das neue System umgezogen. Zu diesem Zeitpunkt sollten auch Marketing-Aktionen gestartet werden, damit sich die Investition schnell auszahlt.
  • Ein Replatforming-Projekt ist abgeschlossen, wenn alle Kunden ihre Bestellungen und Self-Services auf der neuen Plattform durchführen.

Falls Sie sich fragen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Replatforming-Projekt ist, finden Sie in unserem Whitepaper die passenden Antworten!

Whitepaper Replatforming im B2B-Commerce: Erfolgsfaktoren und Best Practices

Wenn Sie diese Faktoren erleben, sollten Sie an ein Replatforming Ihrer
E-Commerce-Plattform denken

1. Ist Ihr Wachstum durch geringe Skalierbarkeit eingeschränkt?

Unternehmen, die sich rasant entwickeln, wachsen schnell aus ihrer alten E-Commerce-Lösung heraus. Zusätzliche Produkte, mehr Besucher und ein erhöhtes Volumen an Bestellungen und Transaktionen müssen verarbeitet werden und belasten das System in einer Weise, für die es nicht ausgelegt ist. In dieser Situation sollten Sie sich für eine neue Lösung entscheiden, die Ihrem Unternehmen Spielraum gibt, anstatt an Ihrem alten System festzuhalten, was kostspielige und zeitaufwändige Anpassungen nach sich zieht.

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2. Bieten Sie ein modernes Benutzererlebnis und alle Funktionen, die Ihre Kunden benötigen?

Fehlt es Ihrer E-Commerce-Lösung an Funktionen, die Ihre Kunden als selbstverständlich erachten? Beschweren sich Ihre Kunden, dass Ihr Einkaufserlebnis nicht dem entspricht, was sie von einem modernen digitalen Unternehmen erwarten? Wenn ja, wird dieses schlechte Online-Erlebnis unweigerlich die Kundentreue untergraben, was letztlich zu Umsatzeinbußen und Rufschädigung führt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihre derzeitige Aufstellung kritisch überprüfen und Ihre Kunden gezielt nach den Funktionen fragen, die sie erwarten und die sie für wesentlich halten.

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3. Können Sie Ihre gesamte Technologie, Ihre Prozesse oder Daten problemlos integrieren?

Wenn Ihre derzeitige Lösung nicht in der Lage ist, Daten automatisch mit externen Systemen auszutauschen - z. B. Enterprise Resource Planning, Customer Relationship Management, Payment oder Logistikanbieter -, besteht die Gefahr, dass inkonsistente Informationen entstehen, was Ihre Kunden und Mitarbeiter verwirren und irritieren wird. In einem solchen Szenario kann ein Replatforming große Effizienzvorteile bringen. Wenn Ihre neue Plattform standardmäßig mit den erforderlichen APIs ausgestattet ist oder sogar einen sofort einsatzbereiten Integration Hub bietet, können Sie außerdem kostspielige Entwicklungsarbeiten vermeiden.

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4. Ist Ihre E-Commerce-Website bei hohem Besucheraufkommen langsam?

Hatten Sie schon Situationen, in denen Ihre derzeitige E-Commerce-Lösung nicht in der Lage war, sich reibungslos an Ihre Bedürfnisse anzupassen? Oder konnte sie nicht mit dem Wachstum Ihres Unternehmens mithalten, und die Bereitstellung neuer Kataloge, Preislisten oder Produktvarianten dauert ewig? Dann ist es an der Zeit, auf eine neue E-Commerce-Lösung umzusteigen, die die bedarfsgerechte Nutzung zusätzlicher Ressourcen unterstützt und Lastspitzen bewältigen kann, ohne dass größere Investitionen oder zeitraubende Implementierungen oder Anpassungen erforderlich sind. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass es immer wieder zu Systemausfällen kommt, die zu erheblichen Umsatzeinbußen führen und Ihre Marke schädigen. Und denken Sie daran: Wenn die Ladezeit einer Seite mehr als 3 Sekunden beträgt, springen die Besucher des Online-Shops ab.

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5. Kennen Sie die Betriebskosten für Ihre alte Plattform?

Oft werden aus reiner Gewohnheit laufende Wartungskosten und wiederkehrende Einzelausgaben für notwendige Anpassungen, Upgrades, Ausfälle oder Reparaturen einer (selbst entwickelten) E-Commerce-Plattform stillschweigend in Kauf genommen. Schätzungen zufolge belaufen sich allein die jährlichen Wartungskosten für Altsysteme auf etwa 15 bis 20 % des aktuellen Kaufpreises. Das wiederum bedeutet, dass solche Unternehmen ihre bestehenden Lösungen alle fünf bis sechs Jahre neu kaufen!

Wenn die Gesamtbetriebskosten für eine alte E-Commerce-Software höher sind als erwartet, könnten Sie durch die Migration auf eine neue Plattform Geld sparen. Es ist möglich, dass Ihre bestehende Lösung mehr Anpassungen erfordert, als Sie erwartet haben, wenn Ihre ursprüngliche Analyse fehlerhaft war, was zu unerwarteten Änderungs- und Testkosten sowie einem erheblichen Wartungsaufwand führt. Insgesamt sollten Sie alle Aspekte der Lösung während ihrer gesamten Nutzungsdauer berücksichtigen, sich Transparenz über alle Kosten verschaffen und die Kosten jederzeit überwachen.

Zeit und Geld sparen

Kundenstory: Erfolgreiche Digitalisierung von Beschaffungsprozessen

Was bringt ein E-Commerce Replatforming wirklich?

Diese Frage hat vor allem eine Antwort: Glücklichere Kunden und mehr Umsatz!

Aber ein Replatforming bringt noch viel mehr:

Sie erschließen neue Märkte effizient.

E-Commerce ermöglicht es Unternehmen, schnell und mit geringem Risiko in neue internationale Märkte zu expandieren, weil sie nicht in stationäre Infrastrukturen wie Läden und Lagerhäuser oder Logistik und Personal vor Ort investieren müssen.

Voraussetzung ist eine zentral gesteuerte E-Commerce-Plattform, die mit minimalem Aufwand an länderspezifischen Gegebenheiten angepasst werden kann – von der Sprache über Währung und Steuersystem bis hin zur Lokalisierung von kulturellen Besonderheiten.

Erfolgsfaktoren sind einmal mehr die Skalierbarkeit, Flexibilität und Kompatibilität einer E-Commerce-Plattform.

Sie managen Ihre Nachfrage.

Zusätzliche Produkte und Produktkonfigurationen, mehr Käufer und Transaktionen, neue Touchpoints und Vertriebskanäle: Die Entwicklungen im E-Commerce sind heute oft disruptiv und zwingen Unternehmen, schnell zu reagieren, wenn sie mit der Konkurrenz mithalten und in ihren jeweiligen Märkten erfolgreich bleiben wollen.

E-Commerce-Plattformen müssen daher hochflexibel und skalierbar sein, um auch veränderte Anforderungen zeitnah zu erfüllen. Hier sind Cloud-Lösungen On-Premise-Szenarien weit überlegen. Sie werden von ihren Anbietern ständig weiterentwickelt und aktualisiert und somit immer an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Sie bringen alle Ihre Marken und Kanäle auf einer Plattform zusammen.

Lassen sich auf einer bestehenden E-Commerce Plattform problemlos Shops für neue Marken realisieren, können Unternehmen neue Käufersegmente erschließen, ihre Reichweite erhöhen, Umsatz und Gewinn steigern sowie Risiken minimieren.

Gerade im Online-Handel lassen sich solche Projekte schnell und einfach umsetzen – vorausgesetzt Unternehmen verfügen über eine leistungsfähige E-Commerce-Plattform, auf der sie eine große Anzahl an Shops parallel betreiben können.

Wenn die digitale Infrastruktur bereits vorhanden ist und keine zusätzlichen Kosten anfallen, können auch Nischenmärkte gewinnbringend erschlossen werden, die man sonst aufgrund ihrer geringen Größe vernachlässigt hätte.

Atul Jain Geschäftsführer Niederlande bei Wunderman Thompson Commerce

„Wir haben die komplexesten B2B-Funktionen, z. B. Kundenhierarchie, komplexer Genehmigungsworkflow, Vertragspreise, Produktkonfigurator, Punch-Out..., in nur wenigen Wochen ausgerollt!“

Atul Jain Geschäftsführer Niederlande bei Wunderman Thompson Commerce
Intershop Kundenstory von Highline Warren

Erhöht ein Replatforming die Kundenzufriedenheit?

Der digitale B2B-Handel entwickelt sich rasant: Neue Marktteilnehmer etablieren fortwährend neue Funktionalitäten, die Kunden zu schätzen lernen. Solche Innovationen beim Kundenerlebnis entwickeln sich oft über Nacht zu erfolgskritischen Best Practices. Aber auch neue Geschäftsmodelle entstehen, die ebenfalls innovative E-Commerce-Lösungen erfordern. Alte, unflexible Systeme mit eingeschränkten Funktionen stoßen unter solchen Bedingungen schnell an ihre Grenzen und schränken so den unternehmerischen Handlungsspielraum ein.

Unternehmen, die hingegen langfristig und nachhaltig denken, setzen lieber heute als morgen auf aktuelle Technologien, die sich den wachsenden Anforderungen anpassen. Das sorgt nicht nur für Zukunftssicherheit, sondern auch für zufriedene Kunden.

Diese Strategien führen zum Erfolg:

1. Strategie: Bieten Sie umfangreiche B2B-Funktionen

1. Bieten Sie umfangreiche B2B-Funktionen.

Moderne B2B-Commerce-Systeme bieten eine breite Palette an Funktionalitäten, auf die spezifschen Anforderungen von B2B-Akteuren zugeschnitten sind – und dabei weit über das hinausgehen, was man von B2C-Plattformen kennt. Die Abbildung der komplexen Beziehung zwischen Anbietern und Einkäufern, aber auch Konfgurationsmöglichkeiten für wechselnde Geschäftsmodelle und Internationalisierungprojekte gehören zum Repertoire.

2. Strategie: responsives Design eines Online-Shops

2. Machen Sie sich bereit für neue Touchpoints.

Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets sind im digitalen Handel auf dem Vormarsch, deshalb muss das Design eines Online-Shops responsiv sein. Durch Sprachassistenten wie Alexa und Cortana kommen weitere Geräte als neue Touchpoints dazu, mit denen B2B-Plattformen ebenfalls kommunizieren können müssen, um langfristigen Erfolg zu garantieren. Zukunftssichere E-Commerce-Lösungen benötigen deshalb entsprechende Schnittstellen.

3 Strategie: personalisieren Sie das Einkaufserlebnis.

3. Personalisieren Sie das Einkaufserlebnis.

Maßgeschneiderte, personalisierte Einkaufserlebnisse erhöhen Kundenzufriedenheit und -loyalität und sichern so langfristige, nachhaltige Geschäftsbeziehungen. Im Online-Handel wird eine solche Individualisierung durch Datenanalysen möglich, die moderne E-Commerce-Plattformen mit Hilfe von Business-Intelligence-Funktionen realisieren.

4. Strategie: setzen Sie auf Multichannel.

4. Setzen Sie auf Multichannel.

Auch wenn ein großer Teil der Einkäufe im B2B heute online getätigt wird, hat der persönliche Kontakt mit Vertriebsmitarbeitern nach wie vor einen hohen Stellenwert – vor allem bei komplexen und beratungsintensiven Produkten. Das bedeutet, dass Kunden heute personalisierte Einkaufserlebnisse über verschiedene Kanäle hinweg erwarten. Ob online und mobil auf dem Smartphone, auf dem Laptop, beim Anruf bei der Hotline oder im persönlichen Gespräch mit einem Vertriebsmitarbeiter: Alle Daten müssen in allen Kanälen und auf jedem Endgerät identisch verfügbar sein.

5. Strategie: umfassende Informationen und Personalisierung.

5. Informieren Sie umfassend.

Online-Recherchen gehören für B2B-Einkäufer zur täglichen Routine. Hier zeichnen sich Unternehmen aus, die alle Facetten ihrer Produkte und Dienstleistungen online präsentieren und über leistungsfähige Suchmaschinen leicht zugänglich machen: Anleitungen, CAD-Daten, 3D-Ansichten mit Augmented Reality, Explosionsgrafken – um nur einige zu nennen. Das spart wertvolle Zeit und liefert zuverlässige, belastbare Fakten für fundierte, begründbare Entscheidungen auf Käuferseite. Auch hier führt Personalisierung zu Zeitersparnis, wenn Anwender Informationen im Kundenkonto speichern können und nicht immer wieder neu suchen müssen.

6. Strategie: Digitale B2B-Kundenportale, in denen alle Kundeninformationen zentral gespeichert sind.

6. Nutzen Sie die Potenziale digitaler Kundenportale.

Das B2C-Kundenkonto mit Kaufhistorie, Retouren-Funktionen und einem reibungslosen Checkout-Prozess inklusive gespeicherter Bankverbindungen setzt nach wie vor die Standards, denen viele B2B-Online-Shops heute noch hinterherhinken. Und das, obwohl personalisierte Prozesse gerade im B2B zu massiven Effizienzsteigerungen führen können. Denn wiederkehrende Bestellungen, Zahlungs-, Rabatt- und Lieferbedingungen, Freigabelimits für Käufer und viele weitere Funktionen können einmal konfguriert und dann immer wieder verwendet werden. Digitale B2B-Kundenportale, in denen alle Kundeninformationen zentral gespeichert sind, sind hier die optimale Lösung.

Welches Online-Erlebnis erwarten B2B-Kunden heute?

Papierkram, mehrere Telefonnummern für verschiedene Dienstleistungen, unterschiedliche Geschäftszeiten: Für B2B-Kunden sind diese klassischen Formen der Zusammenarbeit mit Lieferanten lästig geworden. Sie haben heute gänzlich andere Bedürfnisse, die Unternehmen verstehen müssen.

Marlies Wilms Floet von De Nieuwe Zaak hat über die "Ultimate Customer Experience" während des Intershop Inpulse 2022 gesprochen:

B2B-Kunden wollen ein personalisiertes Einkaufserlebnis

Personalisierung ist ein zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Benutzererfahrung. Sie kann die Kundenbindung, die Loyalität zu Ihrem Unternehmen und den Umsatz steigern.

Schneller und einfacher Zugang zu Installationshandbüchern, Tutorials, Ansprechpartnern sollte rund um die Uhr gegeben sein, ebenso wie Informationen über die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien.

B2B-Personalisierung muss ausgefeilt sein. Es ist unwahrscheinlich, dass ein B2B-Kunde spontan einen Beschaffungsprozess durchführt. Stattdessen muss die B2B-Personalisierung Mehrwerte und Effizienz für den Nutzer schaffen. In der Regel muss sich die B2B-Personalisierung darauf konzentrieren, den Kunden Effizienz zu bieten.

B2B-Kunden wollen jederzeit mit Ihnen interagieren

Die Beziehung zwischen Ihren Kunden und Ihrem Unternehmen ändert sich im Laufe der Zeit. Ihre Kunden interagieren mit Ihnen, wenn sie Bestellungen aufgeben, mit Vertriebsmitarbeitern sprechen, sich über neue Produkte informieren, Unterlagen suchen oder Anfragen stellen.

All diese Prozesse können an einem Punkt zusammengeführt werden, um die Interaktion zwischen Ihnen und Ihren Kunden transparenter zu machen. Wenn Kunden Schwierigkeiten haben, eine Bestellung aufzugeben, ein Dokument oder Kontaktdaten zu finden, wird ein Wechsel zu Ihrer Konkurrenz immer wahrscheinlicher.

B2B-Kunden wollen auf ihren Maschinenpark digital zugreifen

Kunden interagieren mit Ihrem Produkt, und schaffen so eine einzigartige Produkthistorie. Beispiele hierfür sind die Generierung von Daten bei der Verwendung einer Maschine, die Konfiguration von Servicevereinbarungen, die später geändert werden können, und verändertes Zubehör durch Umrüstung oder Reparatur.

In einem Kundenportal kann das Produkt digital gespiegelt werden, wodurch der Kunde Zugriff auf eine detaillierte Produkthistorie (Kaufdatum, Spezifkation, Reparaturen, Servicevereinbarungen usw.) erhält. Als Anbieter können Sie die E-Commerce-Plattform nutzen, um zusätzliche Dienstleistungen, wie z. B. (vorausschauende) Produktwartung, anzubieten.

B2B-Kunden wollen Effizienz

Kunden lieben Effizienz. Sie wollen, dass der Kaufprozess so schnell wie möglich abläuft. Sie profitieren von bequemen Suchmöglichkeiten und einer reibungslosen und zuverlässigen Online-Buchung von Dienstleistungen (z. B. Wartung).

Self-Services und ein einfacher Zugang zu Informationen reduzieren den Verwaltungsaufwand des Kunden und ermöglichen es ihm, seine bestehenden internen Prozesse beizubehalten. B2B-Käufer wollen nicht länger vom Zeitplan des Vertriebs Ihres Unternehmens abhängig sein. Positive Online-Erfahrungen sind wertvoll, denn Kunden erwarten einen reibungslosen Service rund um die Uhr.

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Welche Vorteile hat ein Replatforming in die Cloud?

Mit der rasanten technologischen Entwicklung von heute Schritt zu halten, wird noch schwieriger, wenn Unternehmen mit On-Premises E-Commerce-Lösungen arbeiten.

Zum einen verursachen On-Premises-Lösungen hohe Kosten, weil es eineganze IT-Abteilung braucht, um sie technologisch immer auf dem neuesten Stand zu halten. Zum anderen wird selbst die beste IT-Truppe nicht verhindern können, dass die Lösung im Laufe der Zeit wegen der vielen Anpassungen, Erweiterungen und Punkt-zu-Punkt-Integrationen an Leistung verliert.

Der Online-Shop wird langsam, das Aktualisieren von Funktionalitäten dauert ewig, und zahlreiche neue Funktionen, die Kunden erwarten, lassen sich aufgrund fehlender Schnittstellen überhaupt nicht integrieren.

Eine Möglichkeit zur Vermeidung von Szenarien wie dem beschriebenen ist der Ersatz von On-Premises-Systemen durch Cloud-Lösungen.

Darüber hinaus bieten Cloud-Lösungen weitere Vorteile in Sachen Gesamtperformance:

Cloud-Commerce ermöglicht eine schnelle Expansion in neue Märkte und kürzere Innovationszyklen.
Schnelle Time-to-Market

Cloud-Commerce ermöglicht eine schnelle Expansion in neue Märkte und kürzere Innovationszyklen. Auf die benötigten Ressourcen kann schnell zugegriffen werden, ohne dass größere Investitionen in Zeit und Material erforderlich sind. Und da die langwierigen Implementierungs- und Anpassungsphasen entfallen, tragen all diese Faktoren dazu bei, dass Ihr Unternehmen schneller starten kann.

Mit einer Cloud-Lösung ist eine Shop-Software immer auf dem neuesten Stand.
Automatische Updates

Mit einer Cloud-Lösung ist eine Shop-Software immer auf dem neuesten Stand. So verfügen Shop-Besitzer stets über die neuesten Technologien und können Funktionen nutzen, die Kunden erwarten.

Vorteile von Replatforming in die Cloud - Skalierbarkeit bei minimalen Kosten
Skalierbarkeit bei minimalen Kosten

Wenn Spitzen im Datenverkehr auftreten, kann die Cloud-Lösung einfach hochskaliert werden. Für den Rest des Jahres lässt sie sich zur Kostenreduzierung herunterskalieren.

Vorteile von Replatforming in die Cloud - Flexibilität
Flexibilität

Anbieter von Cloud-Lösungen halten ihre Systeme so flexibel wie möglich, indem sie ihren Kunden API-Technologie zur Verfügung stellen, die sie zur Erweiterung ihrer Shops durch Software von Drittanbietern nutzen können.

Vorteile von Replatforming in die Cloud - Datensicherheit
Datensicherheit

Sicherheit in jeder Hinsicht gehört zum Kerngeschäft eines Cloud-Anbieters. Einzelne Unternehmen werden kaum in der Lage sein, vergleichbare Sicherheit und Rechtskonformität zu gewährleisten.

Spart Replatforming Zeit und Geld?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Ein Digital-First-Ansatz wird einen enormen Einfluss auf Ihre organisatorische Effizienz haben. Durch die Automatisierung von repetitiven Aufgaben sowie praktische Self-Service-Optionen werden Ihre Mitarbeiter in Vertrieb und Kundenservice entlastet, sodass mehr Zeit für eine intensivere Beratung Ihrer Kunden bleibt. Sie profitieren von einer effizienteren Kommunikation, sinkenden Kosten pro Kontakt und einer schnelleren Markteinführung.

Whitepaper Praxis-Leitfaden: ROI im B2B-Commerce

Setzen Sie bei einer Software-Migration auf Composable Commerce

Composable Commerce ist die Weiterentwicklung von E-Commerce -Technologie, weg von "all-in-one" Suites, die zwar schnell Umsätze einfahren, aber nur begrenzt auf sich ändernde Ansprüche abwandelbar sind. Anpassbarkeit durch Microservices und die Trennung von Front- und Backend sind heutzutage Standard, aber ein Preis für maximale Flexibilität ist, dass die E-Commerce-Implementationsprojekte zeit- und kostenintensiv werden. Composable Commerce ist die Antwort darauf. Composable Commerce konzentriert sich auf die Bündelung von Microservices zur Lösung von Geschäftsproblemen durch Packaged Business Capabilities oder kurz PBCs.

Whitepaper: Replatforming im E-Commerce: eine technologische Perspektive

Schadet E-Commerce dem Unternehmenswachstum?

Wenn alte E-Commerce-Systeme in die Jahre kommen, entsprechen sie oft nicht mehr den aktuellen Anforderungen – sowohl in Bezug auf die Technologie als auch auf die gestiegenen Kundenerwartungen an ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis. Allerdings ist ihre Architektur oft sehr komplex, da sie im Laufe der Jahre immer wieder angepasst, repariert und erweitert wurden. Daher sind weitere Veränderungen mit hohen finanziellen und zeitlichen Ressourcen verbunden. Das ist das Replatforming-Dilemma.

Das eigentliche Problem entsteht, wenn das Unternehmen feststellt, dass seine Plattform nicht mehr in der Lage ist, den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Gleichzeitig ist das alte System so komplex geworden, dass die Einführung neuer Funktionen mit enormen Programieraufwand verbunden ist.

Das Projekt könnte sich über Monate oder sogar Jahre hinziehen und kostbare Ressourcen binden – alles in der vagen Hoffnung, dass daraus schließlich eine moderne und flexible Plattform für den digitalen Handel resultiert, die die alte weitestgehend nachahmt. Und natürlich würde das Altsystem stagnieren, da alle Entwicklungsressourcen für die neue Lösung eingesetzt werden, um die Vorlaufzeit zu verkürzen. Diese Unsicherheiten werden durch die Tatsache verstärkt, dass Software-Anbieter und Implementierungspartner oft nicht in der Lage sind, zuverlässige Schätzungen über die Durchführbarkeit und die Kosten eines Replatforming-Projekts abzugeben.

3 Strategien für ein erfolgreiches Replatforming-Projekt

Zur Bewältigung des Replatforming-Dilemmas müssen zunächst die notwendigen internen Strukturen geschaffen werden, d. h. es muss ein abteilungsübergreifendes Digitalisierungsteam mit Managementvertretern aus IT, Vertrieb und Marketing zusammengestellt werden. Damit ein Replatforming-Projekt erfolgreich sein kann, ist es wichtig, dass alle Teammitglieder ein gemeinsames Ziel haben und zusammen darauf hinarbeiten. Ist dies gewährleistet, gibt es mehrere Möglichkeiten, das Replatforming-Dilemma zu lösen.

Wir stellen Ihnen die drei wichtigsten vor: Proof of Concept, Heatmap und die Pearl-Strategie.

Was ist ein Proof of Concept im Replatforming?

Der Proof of Concept (PoC) ist ein Methode, mit der die technische Machbarkeit des Replatformings einer bestehenden E-Commerce-Lösung ermittelt werden kann. Sie ist ideal, wenn es technische Unwägbarkeiten gibt und das Unternehmen das Risiko abschätzen und minimieren möchte.

Der erste Schritt besteht darin, die wichtigsten technischen Probleme zu ermitteln, die gelöst werden müssen. Diese Herausforderungen können sehr unterschiedlich sein, z. B. die Integration spezieller interner IT-Dienste, die Implementierung einer sehr spezifischen Logik oder die Verwaltung ungewöhnlich großer oder komplexer Datensätze.

Identifizierung von Anwendungsszenarien

Sobald die technischen Herausforderungen definiert sind, wird eine Liste mit einfachen Anwendungsszenarien erstellt (z. B. wie Informationen zwischen Systemen übertragen werden, wie ein Produktpreis für einen bestimmten Kunden berechnet wird oder wie Suchfilter implementiert werden.) Alle anderen technisch unproblematischen Aspekte können an dieser Stelle vernachlässigt und später mit Hilfe von Out-of-the-Box-Lösungen realisiert werden, sofern vorhanden. Zu diesen unproblematischen Aspekten gehören die Benutzeroberfläche, kleinere Aspekte des Checkout-Prozesses oder des Katalogs und sogar die Benutzerauthentifizierung. Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann der PoC durchgeführt und die neue Plattform für die ausgewählten Anwendungsszenarien implementiert werden – für alle anderen noch nicht. Wichtig ist, dass die neue Plattform nicht vollständig implementiert sein muss, um zu erkennen, ob sie das richtige System für die jeweilige Aufgabe ist.

Darüber hinaus kann das Projektteam im Vorfeld einen Zeitrahmen festlegen und sehen, wie viele der ausgewählten und priorisierten Anwendungsszenarien in der zur Verfügung stehenden Zeit abgedeckt werden können. So wird sichergestellt, dass die PoC-Kosten klar definiert sind und einen
vereinbarten Rahmen nicht überschreiten.

Auswertung der Ergebnisse

Nach der Durchführung des PoC-Tests steht als nächstes die Auswertung der Ergebnisse an:

  • Wie viele der technischen Probleme konnten gelöst werden?
  • In welchem Umfang waren Änderungen an der neuen Software erforderlich, und wie hoch
    waren die Kosten?
  • Mussten einige Anforderungen zurückgeschraubt werden, um ein funktionierendes Produkt zu erhalten?

In einem Worst-Case-Szenario, d. h. wenn zentrale Anforderungen nicht erfüllt werden konnten, sind die einzigen Kosten die des PoC selbst – und diese sind bereits im Voraus bekannt. Fallen die Ergebnisse positiv aus, kann das Unternehmen sicher sein, dass die neue E-Commerce-Plattform ein geeigneter Ersatz für das alte System ist. Darüber hinaus können die Ergebnisse der PoC-Analyse und Testdurchführung anschließend in das finale Projekt einfließen.

Je umfassender der PoC ist, desto geringer ist das Risiko bei der Migration selbst. Diese Anfangsinvestition wird mehr als wettgemacht, wenn die neue E-Commerce-Plattform implementiert ist.

Nächste Schritte: Prototyp und MVP

Mit einem Proof of Concept kann festgestellt werden, ob bestimmte, sehr spezifische Probleme durch ein Replatforming gelöst werden können. Danach kann das Projektteam einen Prototyp erstellen, bei dem es sich in der Regel um eine Testversion der neuen Plattform handelt. Sie umfasst viele wichtige Funktionen, wurde aber noch nicht ausreichend getestet, um ausgerollt zu werden. Ein nächster Schritt wäre dann, aus den gewonnen Erkenntnissen ein MVP (Minimum Viable Product) abzuleiten. Dabei handelt es sich um eine ausgewählte Teilmenge von Funktionen, die einer bestimmten Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden kann, um erste Einnahmen zu erzielen.

grafischer Vergleich: Prototyp und MVP

Hilft eine Heatmap beim E-Commerce Replatforming?

Eine Heatmap ist eine Visualisierung, die sowohl Geschäftsbereiche mit leicht zu realisierenden Ergebnissen als auch akute Schwachstellen hervorhebt. Im Gegensatz zur PoC-Methode ermöglicht eine Heatmap den schnellen Rollout eines einsatzfähigen Produkts. Dazu ist es notwendig, sich zunächst auf eine begrenzte und klar defnierte Anzahl von Anforderungen, z. B. bestimmte Kundensegmente oder einzelne Prozesse, zu fokussieren.

Anstatt die bestehende E-Commerce-Lösung komplett auf ein neues System umzuziehen, wird die neue Plattform nur dort eingesetzt, wo das bestehende System nicht mehr den Bedürfnissen der Nutzer entspricht. Die Prozesse des alten Systems, die noch brauchbar sind, bleiben hingegen erhalten, d. h. das alte und das neue System laufen parallel und kommunizieren bei Bedarf miteinander.

So gehen Sie vor:

1. Business-Matrix erstellen

Der erste Schritt bei der Heatmap-Methode besteht darin, das Digitalisierungsteam (Vertreter aus IT, Vertrieb, Technik und Marketing) zusammenzubringen und einen Workshop zur Erstellung einer Business-Matrix durchzuführen. In solch einer Tabelle steht jede Spalte für ein bestimmtes Kundensegment. Die Segmente werden unterteilt und mittels Kombinationen von Schlüsselattributen definiert, die für das Unternehmen relevant sind, z. B. Größe (klein, mittel, groß), Markt (Herstellung, Vertrieb, Logistik), geografscher Standort und Geschäftsbeziehung (Partner, Vertriebspartner, direkter Kunde).

In der linken Spalte der Tabelle werden die wichtigsten Merkmale der aktuellen E-Commerce-Plattform als auch solche, die das Unternehmen einführen möchte, gelistet. Die Datenzellen in der Mitte geben Auskunft über die Wichtigkeit der verschiedenen Funktionen für das jeweilige Kundensegment. Um es einfach zu halten, kann dies in Form von relativen Werten erfolgen, wie „nicht sehr wichtig“, „ziemlich wichtig“ und „sehr wichtig“.

Idealerweise sollte das Unternehmen empirische Daten aus Business Intelligence (BI)-Anwendungen verwenden, d. h. die Zellen sollten Prozentwerte enthalten, die die relative Bedeutung der jeweiligen Segmente und Funktionen für die Organisation wiederspiegeln. Diese Matrix (oder Heatmap) hilft Unternehmen dabei, Prioritäten und neue Funktionen für die Entwicklung zu identifizieren.

2. Pain Points identifzieren

Der nächste Schritt besteht darin, die Pain Points der Kunden in den jeweiligen Kategorien zu ermitteln. Dazu sollte das Digitalisierungsteam zwei bis drei typische Kunden aus jedem Segment auswählen und mit ihnen einen Workshop durchführen. Ziel ist es, herauszufinden, wo es Verbesserungspotenziale gibt, welche Funktionen die Arbeit erleichtern würden und was die Kunden an der bestehenden E-Commerce-Plattform schätzen und/oder kritisieren. Idealerweise sollte das Unternehmen auch Workshops oder Umfragen in allen internen Abteilungen durchführen, die direkt oder indirekt am Verkaufsprozess beteiligt sind, z. B. Vertrieb, Marketing, Kundenakquise, Logistik und Buchhaltung.

Wenn man die Pain Points interner und externer Stakeholder in die Matrix einträgt, lässt sich auf einen Blick erkennen, wo die Prioritäten in der Entwicklung liegen. Zellen mit hohen Werten sollten besondere Aufmerksamkeit erhalten – insbesondere wenn der Kritikpunkt (z. B. Unzufriedenheit mit bestehenden Plattformfunktionen) einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg hat. Nach diesem Schritt kann sich auch den Bereichen mit hohem Wachstumspotenzial gewidmet werden – auch wenn die Beseitigung der Pain Points nach wie vor Priorität hat.

3. Schrittweise migrieren

Die Ergebnisse der Heatmap können verwendet werden, um ein partielles Replatforming-Projekt zu spezifizieren, das sich ausschließlich auf eine Untergruppe von kritischen Funktionen oder Kundensegmenten konzentriert und alle anderen ausblendet.

Ein solches Projekt mit abgestecktem Rahmen ist viel erschwinglicher und lässt sich sehr viel schneller umsetzen als eine vollständige Migration. Durch die Beseitigung spezifscher Probleme oder Schwachstellen und die Erschließung neuer Möglichkeiten wird sich das Projekt vom ersten Tag an bezahlt machen.

Die alte Plattform kann für alle Funktionen und Kundensegmente mit geringer Priorität beibehalten werden, was Zeit und Geld spart. Nach Abschluss eines ersten Heatmap-Projekts kann das Unternehmen die Vorgehensweise wiederholen und anhand der Matrixwerte die nächsten wichtigen Kundensegmente und Funktionen ermitteln. Die neue Lösung wird so schrittweise erweitert, bis die gesamte Plattform migriert ist.

Heatmap-Projekt

In diesem Beispiel ist der E-Commerce ein riesiges Geschäftsfeld für viele Kundensegmente. Kleine Optimierungen würden sich bereits erheblich auf den Gesamtumsatz auswirken. Da Professionals auch mit den Bereichen Fax/Mail und Call Center hadern, sollte die neue E-Commerce-Site auch diese Prozesse abdecken. Sie könnte beispielsweise Self-Services zur Verfügung stellen, um das Call Center zu entlasten, und den Bestellprozess mit Bestellvorlagen, Bestellhistorie und Schnellbestellfunktionen zu verbessern.

  • Leere Zellen stellen derzeit ungenutzte Geschäftspotenziale dar.
  • Grüne und rote Farben in einer Heatmap geben Auskunft über Kundenzufriedenheit und interne Effizienz.
  • Je größer die Zahl ist, desto höher ist der Einfluss des jeweiligen Kanals und der jeweiligen Benutzergruppe.

Welche Vorteile hat die Pearl-Strategie?

Die Pearl-Strategie ist immer dann eine Option, wenn es extrem schwierig, zeitaufwendig, teuer oder sogar unmöglich ist, eine Schlüsselkomponente eines E-Commerce-Systems zu ersetzen oder zu aktualisieren. Ein typisches Szenario ist, dass das Element technologisch veraltet ist oder den wachsenden Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern nicht mehr standhalten kann.

Dies kann der Fall sein, wenn die Plattform auf proprietären Technologien basiert, die sich nur schwer ändern lassen oder nicht mehr mit aktueller Software kompatibel sind, z. B. bei älteren Mainframes wie dem AS/400. Wenn diese Systeme noch in Betrieb sind, werden sie für grundlegende und damit unverzichtbare Komponenten in der IT-Systemlandschaft des  Unternehmens eingesetzt, die nur schwer oder gar nicht modifiziert werden können.

Alte Komponenten einbetten

Ziel der Pearl-Strategie ist es, diese Komponenten zu erhalten und ein neues Ökosystem um sie herum aufzubauen, so wie eine Auster eine Perle um ein Sandkorn herum bildet. Der erste Schritt besteht darin, die in der proprietären Datenbank gespeicherten Daten auf eine aktuellere Plattform, vorzugsweise in der Cloud, zu replizieren. Für diese Aufgabe gibt es eine Reihe nützlicher Tools, von denen einige Open Source sind.

Wenn die Daten in komplexen Schemata in vielen Tabellen gespeichert sind, können Übersetzungs-Microservices helfen, die Daten in leichter zugängliche logische Objekte umzustrukturieren. Diese „Datenansicht“ sollte jedoch immer schreibgeschützt sein.

Neue Dienste

Nach der Synchronisierung der Daten können mit Hilfe modernster Technologien neue Dienste entwickelt werden, die in der Lage sind, die Daten zu lesen oder sogar mit anderen Informationen zusammenzuführen. Auf diese Weise können das gewünschte Kundenerlebnis und kundenorientierte Prozesse realisiert werden.

Wenn Daten in das Altsystem zurückgespielt werden müssen, kann das Unternehmen Export-Microservices erstellen, die in der Lage sind, jede proprietäre Verbindung oder verfügbare Schnittstelle zu nutzen, z. B. RPC, MQSeries oder sogar Tastatur-Emulation.

Koexistierende Systeme

Der Vorteil der Pearl-Strategie besteht darin, dass das alte und das neue System nebeneinander betrieben werden können. Im Laufe der Zeit kann das alte System schrittweise von allen Funktionen und Merkmalen „entleert“ werden, die durch die neue Storefront ersetzt wurden. Der Kern des alten Systems wird weiterleben, wie ein altes Sandkorn in einer glänzenden neuen Perle. Alle Funktionen und Merkmale, die nicht migriert werden können, bleiben unverändert und profitieren sogar von der Verringerung des Arbeitsaufwands und der Kosten für die Systempflege. Wenn das alte System irgendwann ganz abgeschaltet wird, können auch die replizierte Datenbank und die Übersetzungs-/Export-Microservices abgeschaltet werden. Alle E-Commerce-Prozesse laufen nun auf der neuen Plattform.

Die Pearl-Strategie integriert alte (aber wichtige) Komponenten in eine neue IT-Umgebung.

Die Pearl-Strategie integriert alte (aber wichtige) Komponenten in eine neue IT-Umgebung.

Was ist ein MVP und warum brauchen Sie eines?

Minimum Viable Product (MVP) bedeutet so viel wie „ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften“. Es soll also möglichst schnell eine Lösung mit nur den nötigsten Funktionen erstellt werden. Diese wird dann umgehend veröffentlicht und zunächst Feedback von Kunden und Nutzern eingeholt. Dieses Feedback wird dann genutzt, um das MVP zu erweitern und zu verbessern.

Jede weiterführende Funktion sollte beim MVP außen vor bleiben. Nur die Funktionen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen, werden eingebaut. So lässt sich eine Menge an Zeit, Arbeit und Geld sparen und das Risiko verringern, am Markt und den Kundenbedürfnissen vorbei zu entwickeln. Denn wenn Monate der Entwicklung in ein Produkt fließen, das niemand nutzen möchte, dann ist dies ärgerlich und teuer.

01 Klares Ziel formulieren

Zuerst einmal ist es wichtig, das primäre Ziel des MVPs zu definieren – und zwar aus Sicht des Kunden! Es ist das Ziel, das erreicht werden muss, um einen Kunden zufriedenzustellen.

02 Kundenanforderungen identifizieren

Legen Sie entlang der Customer Journey fest, welchen Nutzen der Kunde an den verschiedenen Touchpoints erfahren soll, um das Hauptziel zu erreichen.

03 Features festlegen

Eine professionelle und ausgereifte E-Commerce-Plattform wird Ihnen eine ganze Reihe von Funktionen bieten, mit denen Sie die im zweiten Schritt identifizierten Kundenanforderungen erfüllen können.

04 Features priorisieren

Wichtig ist Expertenwissen über typisches Nutzerverhalten. Beziehen Sie dabei auch die Erwartungshaltung Ihrer Kunden ein und verbessern Sie die Customer Experience.

Wie funktioniert eine erfolgreiche E-Commerce-Migration auf Intershop?

Dynapacs E-Commerce Replatforming-Projekt war ein voller Erfolg. Nach nur 6 Monaten ab Vertragsunterzeichnung ging die Seite (zusammen mit einem neuen ERP) live und wird nun auf 12 (und mehr) Länder ausgerollt. Was war der Schlüssel zum Erfolg? Agiles Projektmanagement! Diese fünf Vorteile kristallierten sich heraus.

Agiles Projektmanagement - Zusammenarbeit aller Abteilungen ist wichtig
1. Zusammenarbeit

Ihre gesamte Organisation muss sich beteiligen, um den größten Nutzen zu erzielen. Marketing, Personalabteilung, Logistik - sie alle müssen verstehen, wie man agil arbeitet und es nach Möglichkeit auch anwenden.

Agile Entwicklung bedeutet, dass es sehr häufig kleine Releases gibt.
2. Schnelle Ergebnisse

Agile Entwicklung bedeutet, dass es sehr häufig kleine Releases gibt. Klare Kommunikation und die Berichte, die wöchentlich zur Verfügung gestellt werden, erlauben es, das Projekt kontinuierlich in die richtige Richtung lenken.

Bei E-Commerce-Projekten sind beispielsweise Anpassung, Flexibilität und Kundenfeedback von großer Bedeutung.
3. Scheitern und lernen

Ein Projektmanagement nach dem Wasserfallprinzip wird vor allem für Projekte gewählt, bei denen das Ergebnis im Voraus feststeht, während Scrum besser zu Projekten passt, die eher explorativ sind - und das ist im digitalen Geschäftsleben oft der Fall. Bei E-Commerce-Projekten sind beispielsweise Anpassung, Flexibilität und Kundenfeedback von großer Bedeutung.

Verbesserte Kommunikation in Scrum-Projekten durch Reflexion Retrospektive
4. Verbesserte Kommunikation

Durch regelmäßige Reflexion lassen sich kontinuierlich Hindernisse und mögliche Dispute frühzeitig aufzeigen und besprechen. In Scrum-Projekten nennt sich diese Reflexion Retrospektive. Sie findet am Ende jedes Sprints statt und ermöglicht es den Teammitgliedern zu erkennen, was in der Zusammenarbeit gut lief und was nicht.  

Vielfalt und Inklusion sind ein wesentlicher Aspekt der Zusammenarbeit von Menschen und Teams.
5. Diversity und Inklusion

Vielfalt und Inklusion sind ein wesentlicher Aspekt der Zusammenarbeit von Menschen und Teams.  
Teams mit großer Diversity sind innovativer. Sie haben mehr unterschiedliche Sichtweisen, was zu einem intensiveren Ideenaustausch führt. Es werden mehr neue Ideen entwickelt, die zu neuen Produkten und Innovationen führen, als in homogenen Teams.

Freddy Lessmeister Vice President Aftermarket Logistics bei Dynapac

"Da alle 2 Wochen einsatzbereite Funktionen geliefert wurden, konnten wir auch kontinuierlich Inhalte zur Plattform hinzufügen, anstatt bis zum Ende der Entwicklungsphase warten zu müssen. Das war eine enorme Zeitersparnis".

Freddy Lessmeister Vice President Aftermarket Logistics bei Dynapac
Bild: Dynapac
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